Von Franziska Schwarz /11.8.2026
Seit Jahresbeginn dürfen Bezieher:innen von Arbeitslosengeld und Notstandshilfe nur noch in Ausnahmefällen geringfügig arbeiten. Rund 20.000 Menschen weniger kombinieren seither AMS-Bezug und Zuverdienst. Nur ein Teil wechselte in vollversicherte Jobs.
„Für mich ist das schon existenzgefährdend, bei mir reicht das Geld vom AMS nicht aus.“ Christiane ist um die 40, sie ist preisgekrönte Filmschaffende und lebt unter der Armutsgrenze. Sie bezieht aktuell Arbeitslosengeld. Mit Vorträgen, Workshops, und als Jury-Mitglied für renommierte österreichische Filmfestivals hat sie sich bisher ihren Lebensunterhalt gesichert. Bis Anfang des Jahres. Seitdem ist ein Zuverdienst zu Arbeitslosengeld und Notstandshilfe nicht mehr möglich. Und ihre Zuverdienstmöglichkeiten fallen seitdem weg.
„Du musst ganz viele Sachen absagen und das sind alles Jobs, die extrem wichtig sind für die Vernetzung“, erzählt die Filmemacherin. Sie stört der Pauschalvorwurf des „Parkens“ beim AMS. Denn sie hat bisher Beiträge für die Versicherungsleistung eingezahlt. Die Wertschätzung für sie fehle komplett. „Meine Ausbildung, mein Lebenslauf, meine Preise – das ist alles komplett egal. Es zählt echt nur, ob ich angestellt bin oder nicht.“
Veröffentlicht am: 12. August 2026




